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Brasis bleiben erfolglos in Mettingen! Und wieder einmal erweist sich Mettingen als schlechtes Pflaster für die Brauerei-Brasilianer. Das Aus im Achtelfinale kam für das Team dennoch völlig überraschend. Vergleichbar mit Spanien im Jahre 2006 bei der Weltmeisterschaft in G-Unit Germany. Wir haben eine lockere Vorrunde gespielt und waren heiß auf den Pokal. Doch ähnlich wie Spanien 06, war im Achtelfinale Endstation gegen einen Finalisten. Der einzige Unterschied war, dass unser Gegner letztendlich den Titel geholt hat und wir weder spanische Pässe, noch rote Trikots besitzen. Was Spanien ein großes Turnier später erreicht hat, sollte uns allen doch bitte im Hinterkopf bleiben (für die Spätzünder Herp und Torde: Sie wurden Europameister). Also am Ball bleiben und weiter träumen. Aber ich will gar nicht weiter Parallelen ziehen und auch nicht auf das nächste Turnier schielen. Ich will zurückblicken und diese miese Fortsetzung der Serie auf Sandplätzen unter die Lupe nehmen! Die Truppe bestand anfangs aus 6 stahlharten Kampf-Maschinen (Bauer, Mathis, Torde, Diddy, Schubi und Äddde). Auf dem Feld durften allerdings nur 5 Leute stehen, so wurde vor den Spielen mehr gelost, als taktiert. Das goldene Los im Tor stehen zu „DÜRFEN“ und somit ein hartes Erbe anzutreten (wir erinnern uns an Glanzparaden von Mitch der „Titan“ im Vorjahr und Thorsten „Too Huge Balls“ Menger im Vorvorjahr), ging dann letztendlich an Hendrik „der Terrier“ Eden. Mit der Regelung, dass nach jedem Tor oder im unwahrscheinlichen Fall eines Gegentores gewechselt wird. Auf dem Feld begannen Stefan „Babys Machen“ Pohl, Daniel „Xavi“ Spindler, Matthias „Fabregas“ Sandmann und Thorsten „Puyol“ Heger. Die standesgemäße 1:0 Führung gegen LA-Keller durch Schubi war gut für das Selbstbewusstsein, allerdings zu gut für sein Selbstbewusstsein, der sich dachte dem Gegner das 1:1 vorlegen zu können, um auch noch einen Assist-Punkt zu ergattern (ein Gönner). Das 2:1 durch Stefan „Bauer“ Pohl war mehr reingestolpert als geschossen, aber der perfekte Start ins Turnier mit 3 Punkten war geglückt. Hinzu kam, dass wir unseren festen Torwart in diesem Spiel fanden. Thorsten „Bänderriss rules“ Heger! Mit der seltsamen Regel, dass sogar der beste Vierte ins Achtelfinale kommen konnte (die Gruppen waren jeweils 5 Mannschaften groß), war das Minimalziel „Erreichen der KO-Phase“ so gut wie geglückt. Es waren noch drei weitere Spiele zu absolvieren, aber die ersten drei Punkte waren vielleicht eine Leistungsbremse für die glorreichen Fünf, da wir uns schon sicher auf dem Podium sahen. Das zweite Spiel wurde dann etwas ruppiger, so wurde Herr Pohl liebevoll in die Bande gestoßen und des öfteren durften unsere Spieler in den Sand beißen. Ohne dem Gegner mit dem sympathischen Namen Bauch etwas Böses zu wollen. Es könnte auch an den verlockenden 5€ für das erste erzielte Tor im Spiel gelegen haben, dass das Spiel eher auf die Knochen als auf den Ball ging. Verzogene Snobs wie wir es sind, haben natürlich extra kein Tor geschossen, da man auf Almosen der Firma „Allianz“, die das Geld sponsorten (keine Werbung, scheiss Laden, aber hdgdl Josi), verzichten kann. Das leistungsgerechte 0:0 gegen den späteren Gruppensieger und somit 4 Punkte in 2 Spielen sicherten bereits den Einzug ins Achtelfinale. Wichtig wäre zu erwähnen, dass erstmal die normale Zeitrechnung zwischen den Spielen keine Rolle spielte. Denn im Auftrag der Wissenschaft entwickelte Hendrik „Edison“ Eden eine neue Zeitrechnung. DIE BIERMETER. Die genaue Gleichung gegenüber der normalen Zeitrechnung wird wahrscheinlich nur er wissen, aber passend zum Anpfiff waren die 11 kühlen Getränke geleert (ungefähr 2 Biermeter für 10 Spiele Pause). So hat man Wissenschaft mit leistungssteigernden Mitteln verbunden. Doch je mehr Bier floss, desto größer war die Einheit im Team (auch wenn Torde mit Nippel-, Brust- und Genitalberührungen an Mitspielern anscheinend mehr Einheit verlangte). Torde Thomforde behielt aber in seinem ersten kompletten Spiel als Torhüter eine weiße Weste. Das schwierige dritte Spiel gegen Juventus Turmfalken. Schwierig in dem Sinne, da das Team schwer zu motivieren war, nach dem eingetüteten Achtelfinale. Das Spiel begann mit einer Kuriosität. Äddde, der bislang gut dicht gehalten hat hinten, wollte seine „Real Madrid“-Fähigkeiten in diesem Spiel unter Beweis stellen. Heißt: Hinten schön brasilianisch den eigenen Keeper tunneln und somit das 0:1 vorbereiten (und wir wissen alle das Real Madrid gerne mal einen ins Netz lässt), aber auch mit einem GEWALT-Schuss aus der eigenen Hälfte das 1:1 erzielen. Ja Jungs, ihr lest richtig. Hendrik Eden netzt ein zum wichtigen 1:1. Ich mag übertrieben haben mit der Härte des Schusses. Ehrlich gesagt war es dann doch eher eine Bogenlampe und mit freundlicher Unterstützung des gegnerischen Torwarts, der den Ball zwar auffing, es aber doch für besser erachtete ihn nachher sich selbst wieder reinzulegen. Der etwas beleibte Goalie half dann auch beim 2:1 durch Daniel „El Nino“ Spindler nach. Schubi schoß nicht an ihn vorbei, was (nicht bös gemeint) schwer möglich war bei Handballtoren, sondern genau im richtigen Winkel auf seinen Bauch, dass der Ausfallwinkel so günstig lag und der Ball über ihn ins Tor flog (ein kleiner Physiker unser Schubi). Torlos blieb in diesem Spiel wieder einmal der SS-Sturm. Stefan und Stefan trafen nicht, so wurde Stefan P umbenannt in Lex Luger. Platz 2 der Gruppe war gesichert, es ging nur noch um die Kür in der Gruppenphase. Und hier passierte der alte Van Basten – Fehler... „Never Change A Winning Team“. Wie die Niederländer im Sommer 2008 haben wir im letzten Gruppenspiel gegen Achtung Wild unsere Neuzugänge Mitchmann und Herpinho auflaufen lassen. Die Brauerei-Brasilianer gingen unglücklich in Rückstand. Ein langsamer Ball durch die Beine unseres Tormanns vereitelte einen guten Start ins Spiel. Die Taktik beim Abwurf des Torwarts auf 0-0-4 umzustellen, ging dieses mal nicht problemlos auf. Doch nach Vorarbeit in Jancker-Manier stocherte Mitchmann den Ball vor Diddys Füße und es stand nur noch 1:1! Der SS-Sturm (nun eigentlich SL-Sturm, aber das wäre politisch zu korrekt) stürmte wieder und ich mein nun nicht wie damals. Denn die haben auch gestürmt aber irgendwie anders und vor allem unfairer. Es blieb also beim 1:1 und die Gruppenphase war abgeschlossen. Mehr Fluch als Segen waren neben den Neuzugängen auch der zwischendurch immer wieder aufkommende Regen. Brasilianer zaubern einfach nicht im Regen. Wenn Ronaldinho auf der Insel sein Geld im Regen verdienen will, dann soll er das machen, aber wir sind richtige Brasilianer die in der Sonne aufgewachsen sind. Die Strandmetropole Hörstel hat schon einige Kicker hervorgebracht, die wir in unserem Team bewundern können. Viele wissen ja auch nicht das mein Vater Brasilianer ist und meine Mutter aus Peru kommt. Hatzes Vater Jamaikaner und seine Mutter Portugiesin ist. Es fließt viel temperamentvolles und internationales Blut durch unsere Adern, da wollen wir gar nicht an diese Möchtegern-Brasilianer bei Arsenal und co. denken. Wir erinnern uns doch alle noch wie Herpinho in den Faellas von Sao Paolo aufgewachsen ist und dann in unsere Obhut gekommen ist. Wie Stramm als kleiner Junge Geld schnorrte in den Slums von Ibbenbüren nur um sich am Abend mit Klebstoff zu betäuben. Grausame Zeiten. Hach ich will es gar nicht weiter ausführen. Es kommt alles wieder hoch... diese ganzen Emotionen. Nun waren wir da, taten das was wir lieben, Beachsoccern...... und dann regnet es. Ich schätze dann auch, dass es weniger an den Neuzugängen lag, dass wir 0:3 gegen den späteren Sieger untergingen. Ein Spielfeld aus Matsche mit riesigen Pfützen und kaum brasilianisches Flair in Mettingen, ließen unsere Spielkunst gar nicht entfalten. Gesenkten Hauptes verließen wir das Spielfeld. Mitchmann, Äddde und Herp flohen, versteckten sich vor der Schmach und fuhren direkt nach Hause. Bauer, Schubbi, Hatze und Torde ertränkten wieder einmal ihren Frust in Alkohol, um das Turnier zu vergessen (viel wurde getrunken aber nachher begossen sich diese Herren nurnoch mit dem Zaubersaft). Der einzige Nutznießer dieser Trinkerei war Tordes kleiner Freund, der dann des öfteren das Licht der Welt erblicken durfte... Wie fällt nun das Fazit dieses Turniers aus? Klar, wir haben schöne Kombinationen gesehen (Torde Torwurf -> Aus) und sehr schöne Tore (Ball fällt vor Bauer, der stolpert über sich selbst und den Ball mit ins Tor), aber was bringt uns all dies, wenn wir nicht erfolgreich sind? Ich will auch gar nicht das Wetter als Ausrede gelten lassen. Am Ende zählt das was unter dem Strich steht und da steht wieder einmal erfolglos im dritten Anlauf. Letztendlich muss einer den Kopf hinhalten und das sind nie die Spieler. Ich werde also mit sofortiger Wirkung vom Amt des Trainers zurücktreten. Begründung: 1. Es ist wie mit Klinsmann, ich bin einfach nicht nah genug dran an der Mannschaft, wenn ich in Wien wohne. Ich erreiche die Spieler nicht mehr. Erfolgsverwöhnte Diven. 2. Die Erwartungen nach dem gewonnenen Delsen-Cup sind zu hoch. Man kann nur verlieren. 3. Familiäre Dinge. Meine 6jährige Freundin ist schwanger und ich möchte dann gerne mehr Zeit mit meinen Vierlingen verbringen. Da meine kleine Lilly eingeschult wird, möchte ich mich dann mehr um den Haushalt kümmern. Danke euer Diddy |